Funktionsprinzip › SYSTEC GMBH

Skip to content
  • Funktionsweise der Trennschieberpumpe

    Pumpen mit dieser Technik werden auch „Drehschieber‐ Pumpen“ genannt und gehören
    zur Kategorie der Verdrängerpumpen.

    Funktions‐ Prinzip

    Funktionsprinzip

    Pumpen‐ Innenteile

    Der „Hubstator“ stellt einen Ring dar, dessen innerer Kreis exzentrisch zum äußeren Kreis angeordnet ist.

    Der Rotor wird seitlich vom hinteren und vorderen Pumpenflansch gelagert und ist mittig, auf den Aussendurchmesser des Hubstators bezogen, angeordnet.

    Der Rotor besteht aus der Antriebswelle, vorderem und hinterem Lagersitz, und dem zwischen den Lagersitzen angeordneten zylindrischem Körper, in den 4 um 90 ° versetzte Schlitze axial eingefräst sind. Der kompl. Rotor wird aus einem Stück gefertigt.

    Diese Schlitze nehmen die Förderschaufeln auf, die bei laufendem Aggregat dann durch die Fliehkräfte an die Innenwand des Hubstators gepreßt werden.

    Durch die Öffnungen in den beiden Pumpenflanschen wird auf der einen Seite das Pumpgut angesaugt und mit den Schaufeln in Richtung Pumpgut‐ Austritt gefördert.

    Durch die exzentrische Anordnung Rotor zu Stator verringert sich das Volumen zum Austritt hin und erhöht so den Druck.

    Die Fördermenge wird durch die Größe des Exzenters im Hubring und der Länge der Einheit Rotors/Schaufeln/Hubring bestimmt.

    Ein Bypass‐ Sicherheitsventil, das den Saug‐ und Druckanschluß verbindet, verhindert
    kurzzeitig (max. 1 Minute) einen Schaden bei geschlossener Druckseite.

    Die Bypass‐ Sicherheitsventil‐ Einstellung sollte 3 bar über dem maximalen Betriebsdruck liegen.

    Dies Ventil ist nicht als Druckminder‐ Ventil einzusetzen.

    Material

    Hubstator, Pumpenflansche und Schaufeln sind aus höchstverdichtetem Graphit gefertigt, Rotor mit Welle bestehen aus Edelstahl AISI 303.

    Die Abdichtung zu Welle erfolgt über eine Gleitringdichtung mit der Materialzusammensetzung
    NBR – Keramik – Graphit – Edelstahl, optional aus

    Viton – Keramik – Graphit – Edelstahl oder

    EPDM – Keramik – Graphit – Edelstahl.

    Der Bypass‐ Ventil‐ Kegel ist aus Polykarbonat gefertigt. Die verwendeten O‐ Ringe sind in der Normausführung aus NBR, im Sonderfall aus EPDM oder Viton hergestellt.

    Lagerung

    Die Bohrungen in den Pumpenflanschen bilden das vordere und hintere Lager des Rotors. Auf der Antriebsseite ist vor der Gleitringdichtung ein Spezial‐ Kugellager angeordnet. Damit werden eventuell radial auftretende Kräfte absorbiert, damit im Bereich der Inneren Lager keine Schäden entstehen.

    Das oben beschrieben Verdänger‐ Pumpensystem ist zwar ein simples Verfahren, bedarf allerdings extremer Präzision der verarbeitenden Teile.

    Toleranzen

    Die Toleranzen im Bereich der Inneren Pumpenteile dürfen wenige μm nicht überschreiten. Diese geringen Toleranzen lassen sich nur durch Höchstpräzise Fertigungsmaschinen nachhaltig garantieren.

    Pumpengehäuse

    Die beschriebenen Einzelteile werden umgeben vom Pumpengehäuse.

    Pumpengehäuse werden auf Kundenwunsch aus Messing Ms58 oder aus
    Edelstahl rostfrei AISI 303 gefertigt. (Bild 1,2)

    Saug‐ / Druckanschlüsse

    Typenreihe Stecknippel R 3/8“ IG NPT 3/8“ IG R ½“ IG NPT ½“ IG
    CTA 1  ja  ja  ja  nein  nein
    CTA 2  ja  ja  ja  nein  nein
    CTB  nein  nein  nein  ja  ja

    Kraftübertragung / Motormontage

    Wellenenden

    WELLE 00 ‐ Das Wellenende beinhaltet einen Schlitz zur Aufnahme einer Kupplung.

    WELLE 07 ‐ Das Wellenende ist 14 mm lang und auf 4.7 mm beidseitig flach gefräst.

    WELLE 08 ‐ Rundes Wellenende, L= 14.8 mm, D= 10.84, einseitig angefräst auf 10mm.

    Kraftübertragung

    Welle 00 – Schlitz – bis 0.55 kW Motorleistung

    Für Welle 00 steht eine Kreuzkupplung (Bild 3.1) aus BNZ zur Verfügung.

    Üblicherweise ist dabei die Motorwelle, wie die Pumpe, mit einem Schlitz ausgerüstet. Die Kreuzkupplung wird beidseitig mit einem syntetischen Spezial‐Kupplungsfett eingesetzt und sorgt für ruhigen Lauf und lange Laufzeiten. (Bild 3 und 3.1)

    Welle 07 – flach – bis 0.55 kW Motorleistung

    Die Welle 07 ersetzt die Kreuzkupplung und wird direkt mit dem Spezial‐Kupplungsfett in die Motorwelle eingeführt (Bild 4 und 4.1). Dies ist die kostengünstgste Ausführung.

    Hierbei kommt es gelegentlich durch Toleranz‐ Additionen zu Laufgeräuschen.

    Welle 08 – Rund – bis 1.5 kW Motorleistung

    Hierfür verwenden wir eine elastische, 3‐teilige Klauen‐Kupplung (Bild 5 und 5.1) aus Pumpenteil, elast. Kupplungsstern und Motorteil.

    Dazu wird in der Regel ein Norm‐Motor mit Flansch und Fuß benötigt. Zusätzlich eine Kupplungsglocke, die auf der Pumpenseite einen Klemmflansch (Bild 14) , bzw. eine 3‐ Loch‐ Flanschbohrung aufweist.

    Diese Ausführung garantiert einen besonders geräuscharmen Lauf. Schwingungen, die vom Motor ausgehen, werden durch diese Kupplung absorbiert und führen so zu besonders langen Laufzeiten der Pumpen.

    Ankopplung an die Antriebseinheit

    Klemmflansch (Bild 6)

    Die Einrichtung zur Ankopplung an den Motor ist bei allen Systec‐Modellen mit Klemmflansch gleich. Das identische Gegenstück zum Pumpen‐ Klemmflansch ist entweder direkt am Motor integriert, oder Bestandteil der Kupplungsglocke.

    Der Klemmflansch ist mit Vor‐ und Rücksprung zur Zentrierung der Pumpenwelle zur Motorwelle ausgerüstet, bei der Montage der Pumpe an den Motor wird die Pumpe dann in die Zentrierung eingeführt.

    Ein V‐Band‐Klemmring aus Edelstahl AISI 303 (Bild 6.1), ähnlich einer Schlauchschelle hält die Konstruktion dann spielfrei zusammen (Bild 6.2).

    3‐Loch‐Flansch (Bild 7)

    Als Alternative hierzu bieten wir die Pumpe mit einem 3‐Loch‐Flansch an.

    Dabei zentriert sich die Pumpe mit dem Zentrierrand in der Zentrierbohrung der Kupplungsglocke. Die Befestigung der Pumpe wird dann mit 3 Schrauben M6 durch den 3‐Loch‐Flansch an die entsprechend vorhandenen Gewinde‐Bohrungen in der Kupplungsglocke erreicht. Auch bei dieser Ausführung sind die 3 Modellreihen mit gleichen Flanschgrößen ausgestattet.

    Motoren (Bild 8,9,10,11,12,13)

    Für die Antriebe der Systec‐ Pumpen stehen Elektromotoren verschiedener Hersteller zur Verfügung. Die Systec‐ spezifische Reihe CTM beinhaltet Motoren, die mit Sonderflansch und Sonderwelle ausgerüstet sind.
    Bei diesen Motoren ist die Ankoppelung der Systec‐ Pumpe ohne weitere Zwischenbauteile möglich. Das Leistungsspektrum umfaßt den Bereich 0.18 – 0.55 kW, 4‐ polig, 1 x 230 V~, 50 Hz, oder 3 x 400 V~ 50 Hz.

    Alternativ hierzu bieten wir den Standard‐ Normmotor verschiedener Hersteller an. Bei der Verwendung des Normmotors ist jeweils der Einbau einer Kupplungsglocke und einer Klauen‐ Kupplung erforderlich.

    Lieferzustand

    Erst nach erfolgtem Prüfstand‐ Probelauf und der gewünschten Bypass‐Sicherheitsventil‐ Einstellung wird das Produkt für den Versand freigegeben.

    Sonderausführungen

    Auf Kundenwunsch liefern wir Pumpen und Aggregat nach Ihren Vorgaben:

    • Pumpen in Zwischengrößen für abweichende Fördermengen
    • Erhöhung der Temperaturbeständigkeit der Pumpe auf max. 90°C
    • Pumpen mit anderem Dichtungsmaterial: EPDM oder Silikon
    • Motoren mit UL‐Zertifizierung
    • Motoren mit anderen Spannungsbereichen
    • Gleichstrom‐Motoren 12 VDC oder 24 VDV
    • FU‐geregelte Motoren, mit elektronischem Strömungs‐Sensor und/oder Druck‐Sensor
    • Elektronische Trockenlaufüberwachung mit autom. Abschaltung und/oder Alarmsignal.

    Betriebsanleitung

    Die Betriebsanleitung ist im Anhang gesondert beigefügt.